Australien: Kazaa OKs Urheberrechtsverletzung - Netz - 2019

Anonim

Ein australisches Gericht hat entschieden, dass das Peer-to-Peer-Filesharing-Netzwerk Kazaa Urheberrechtsverletzungen durch wissentliches Zulassen von rechtsverletzendem Material autorisierte, um sein System zu durchqueren, und außerdem eine solche Verletzung förderte, da es zu Sharmans finanziellen Interessen gehörte. Die Klage wurde von australischen Plattenfirmen und Einheiten internationaler Plattenfirmen wie Universal Music, Sony und EMI eingereicht. Kazaa wird derzeit von Sharman Networks Ltd., Sydney, Australien, kontrolliert.

In seiner detaillierten Fallzusammenfassung warf Richter Wilcox Verschwörungsanklage gegen Sharman aus und stellte fest, dass Kazaas Kampagne "Join the Revolution" sich nicht ausdrücklich für den illegalen Austausch urheberrechtlich geschützter Dateien aussprach, und kritisierte Tonträgerfirmen wegen gegnerischer Dateifreigabe. Im Rahmen des Unterlassungsanspruchs an die Plattenfirmen hat der Richter jedoch angeordnet, dass Kazaa Mechanismen zum Schutz urheberrechtlich geschützter Inhalte in seinem Netzwerk vor illegaler Nutzung durch Keyword - Filterung oder "Filefloat - Filterung" implementieren muss, obwohl er Bereitschaft signalisiert, die Methodik zu überdenken Urheberrechtsschutzverfahren, wenn sie von einer Partei dazu aufgefordert werden.

Der australische Fall spiegelt die jüngsten Feststellungen des Obersten Gerichtshofs der USA in Bezug auf die Peer-to-Peer-Dienste Grokster und StreamCast wider, die nach Ansicht des Gerichts für Urheberrechtsverletzungen verantwortlich sein könnten, nicht weil ihre Netzwerke zur Verletzung von Urheberrechten verwendet werden könnten Nutzer, die gegen das Urheberrecht verstoßen, indem sie urheberrechtlich geschützte Werke ausdrücklich bewerben, können ohne Genehmigung heruntergeladen werden. (Sharman und Kazaa wurden auch in diesem Fall genannt, obwohl Sharmans Anteil nicht vor dem Obersten Gerichtshof der USA lag.)

Die Auswirkungen der australischen Entscheidung sind noch nicht klar. Sharman hat angedeutet, dass er Berufung einlegen will. Die Nutzung von Kazaa machte früher einen bedeutenden Teil des gesamten Internetverkehrs aus, wurde aber inzwischen von den Wettbewerbern BitTorrent und eDonkey verdrängt, teilweise aufgrund der überholten Rechtsstreitigkeiten aus der Plattenindustrie, aber auch wegen angeblicher Adware und Spyware des Kazaa-Clients.