Kampf gegen Commoditization des Encoder-Geschäfts - Meinung - 2019

Anonim

Im Oktober 2005 gab Tandberg seine Absicht bekannt, Goldpocket Interactive zu übernehmen. Goldpocket war seit mindestens zwei Jahren im Spiel, so dass diese Übernahme viel Spekulation über mögliche Bewerber abbricht.

Noch wichtiger ist, dass diese Akquisition zwei interessante Einblicke in den Technologiemarkt im Allgemeinen und den Codierungsmarkt im Besonderen bietet.

Mission Ziel: Akquisition, nicht IPO

Erstens befindet sich die Risikokapitalgesellschaft immer noch in der Erholungsphase von dem Kater, der durch die Internet-bedingte IPO-Euphorie verursacht wurde. Trotz positiver Anzeichen, dass der IPO-Markt an Fahrt gewinnt, muss er Volumen und Ertrag noch nicht erfahren (und aufrechterhalten), was VCs in die Lage versetzt, in neue Technologien zu investieren. Stattdessen konzentrieren sich VC-Fonds nun auf Unternehmensakquisitionen, um die Liquiditätsereignisse zu finden, die sie in den kommenden zwei bis drei Jahren benötigen, um sie ihren Limited Partners zurückzugeben.

Viele Start-ups im Bereich digitaler Medien (vor allem IPTV / BreitbandTV, Internet und Video Peer-to-Peer) werden zweifellos gefördert. Zum Beispiel haben Akimbo, Veoh Networks, YouTube, Brightcove und PacketVision Investoren gefunden. Aber seien wir klar: Dies ist ein Wettlauf um den Erwerb und nicht der Heilige Gral eines Börsengangs.

Die kürzlichen Übernahmen der Internet-Immobilien MySpace.com und Scoutmedia.com durch News Corp haben signalisiert, dass Medienkonzerne einen nachhaltigen Appetit auf innovative Internet- und Online-basierte Unternehmen, Technologien und Plattformen haben, die ihnen helfen, neue (und hoffentlich klebrigere) Medien zu liefern Verbraucherpublikationen - Zielgruppen, die durch eine "Optimierung" der Werbung gezielter angesprochen werden, die eine bessere Messbarkeit der Ergebnisse ermöglicht.

Konsolidierung des Encoder-Geschäfts

Zweitens erzählt die Tandberg-Akquisition von GoldPocket eine Geschichte über das Marktumfeld für Videokomprimierungs-, Codierungs- und Multiplexing-Lösungen. Dieses erste Kapitel dieser Geschichte wurde vor ungefähr 12 Jahren geschrieben, als das erste digitale Fernsehübertragungsnetz eingeführt wurde: DirecTV. In den ersten Jahren seiner Rundfunkgeschichte verwendete DirecTV Encoder von Compression Labs. Diese Maschinen waren teuer, komplex und erforderten nach gut zwei Jahren Integration und Tests mit den MPEG2-Dekompressions-Chipsätzen von C-Cube Microsystems (später von LSILogic erworben).

Im Laufe der Zeit traten neue Anbieter in diesen aufstrebenden Markt ein und heute bieten verschiedene Unternehmen wie Tandberg, Harmonic, Motorola, Modulus Video, SKYStream und TUT Systems Codiersysteme für MPEG2 / 4-Plattformen an. Natürlich konkurrieren Microsofts WM9-Systeme auch in diesem Markt.

Wie in jedem Umfeld, das durch Standardisierung gekennzeichnet ist, hat der Markt für Encoder und Multiplexer seinen Anteil an Preiserosion, Feature-Wettbewerb und offenen Standards (von DVB-asi zu GigE, um nur ein Beispiel zu nennen) erlebt.

Die Entscheidung von Motorola Anfang 2005, die Encoder von Modulus Video zu vertreiben, war viel aussagekräftiger, als vielen bekannt war. Es deutete auf den Markt hin, dass die gesamte Produktreihe von Drehgebern schnell zur Ware wurde - ein Markt, in dem die Margen gedrückt werden und die Marktanteile unter enormem Druck stehen. Es zeigte sich auch offen gesagt, dass die reine "Komprimierungs" -Fähigkeit zu einem Wettlauf um höhere Leistung und niedrigere Kosten führt, kaum eine "strategische" Produktlinie für einen leistungsfähigen Anbieter wie Motorola.

Tandbergs jüngste Ankündigung, GoldPocket zu übernehmen, bestätigt diesen Trend. Der Wert- und Feature-Wettbewerb hat sich in neue Terrains verschoben:

  1. Anlagenmanagement;
  2. Stream-Management - um beispielsweise "switched broadcast video" zuzulassen und der Consumer-Set-Top-Box nur eine Teilmenge der Broadcast-Leitung zu bedienen;
  3. Bild- und Pixelmanipulation - um beispielsweise Logos und Banner in das Netzwerk einzufügen (direkt vom Headend und vom Sender aus); und
  4. Einfügen von Assets in den MPEG-Stream - einschließlich Karussellobjekten wie MHP, OCAP oder anderen interaktiven Anwendungen (der Bereich, in dem GoldPocket Tandberg nun eine ganze Reihe von implementierten und bewährten Funktionen bietet).

Es wird interessant sein zu sehen, wie andere insbesondere auf diesen Schritt und den Trend zur Kommodifizierung insgesamt reagieren. Wie sollte sich Harmonic in diesem Raum positionieren? Wie wird OpenTV reagieren und welche Auswirkungen wird dies auf die Entwicklung seiner Back-End-Broadcast-System-Produktlinie haben, da Middleware weiterhin ein Massenprodukt ist? Wie werden (oder sollten) kleinere Spieler und private Unternehmen das Spiel spielen?

Wir haben erst begonnen, mit den neuen digitalen Medien und der Welle "broadcastcastTV" zu beginnen. Während wenig darüber bekannt ist, wo diese Geschichte enden wird, können wir sicher sein, dass die Fahrt Spaß machen wird!

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