BEUNRUHIGTE SEEQPOD-DATEIEN FÜR DEN BANKROTTSCHUTZ - TECHCRUNCH - EIGENSCHAFTEN - 2019

Anonim

SeeqPod, der beliebte Suchdienst für spielbare Medien, den viele Musikseiten als Grundlage für ihr Kernangebot nutzen, hat gestern beim US-Konkursgericht des Nördlichen Distrikts von Kalifornien eine Petition für Chapter 11 eingereicht.

Das Unternehmen, das bisher 7 Millionen Dollar Risikokapital von unbekannten Investoren aufgebracht hat, tut dies offenbar aus Angst vor dem Ausgang der milliardenschweren Klagen, die von Musiklabels wie Warner Music, Capitol Records und EMI verübt wurden.

Wir haben bereits früher berichtet, dass SeeqPod ziemlich zum Ziel der Musikindustrie geworden ist, die so weit gegangen ist, sich an Entwickler zu wenden, die lediglich die SeeqPod-API nutzten. Sie brachten Songbeat zum Verstummen und zwangen Streamzy, sich auf eBay zum Verkauf anzubieten.

SeeqPod hat eine interessante und leistungsfähige Technologie entwickelt, mit der das Internet schnell nach abspielbaren Medien (MP3s, Slideshow-Präsentationen, Videos usw.) gecrawlt werden kann und die Benutzer es vor Ort abspielen können. Es hostet eigentlich keine Dateien auf seinen Servern, aber der Nachteil der Technologie aus rechtlicher Sicht ist, dass die Crawling-Engine Raubkopien von Musikdateien aus dem gesamten Web aufnimmt, weshalb die Musiklabels so eifrig sind die Firma hinter dem Service zu verklagen, vor allem, da es so viele Drittanbieter-Dienste hervorgebracht hat, die die Engine als Basis für ihre Online-Angebote nutzen.

Es ist erwähnenswert, dass viele Suchmaschinen auch urheberrechtlich geschütztes Material indexieren und gegen rechtliche Schritte gegen sie unter dem DMCA geschützt sind, so dass es ziemlich willkürlich erscheint, dass die Musikindustrie auf SeeqPod spezifisch pickt (das Startup kuschelt sich auch unter den DMCA-Schutz). Vielleicht liegt das daran, dass SeeqPod Besuchern ermöglicht, Dateien direkt abzuspielen, und weil es angeblich langsam war, Verhandlungsgespräche mit den Labels zu führen.

SeeqPod hat kürzlich damit begonnen, seinen Quellcode an Entwickler zu verkaufen (Preis: $ 5.000) in der Hoffnung, eine Legion von 'Mini-SeeqPods' zu schaffen, die sich für die Musiklabels schwierig gestalten würde, aber es ist unklar, ob diese Strategie bezahlt hat und der gestrige Konkursantrag nach Kapitel 11 verheißt nichts Gutes für das Start-up (oder seine Investoren, die in solchen Verfahren oft ausgelöscht werden).

Fortsetzung folgt.

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