Was steckt hinter der CableCards-Vereinbarung von Microsoft / CableLabs? - Meinung - 2019

Anonim

CableCARD Primer
Was ist eine CableCARD und warum ist sie relevant? Einfach gesagt, rutscht die CableCARD in einige neuere Fernsehgeräte und ermöglicht es dem Fernseher, digitalen Kabelservice ohne die Verwendung einer Set-Top-Box (STB) aufzunehmen. Der aktuelle CableCARD-Standard unterstützt nur "one-way" -Dienste, so dass "bidirektionale" Dienste wie Video-on-Demand (VOD) und interaktive Programmführer (IPG) nicht unterstützt werden. Die Industrie bleibt Monate davon entfernt, sich auf Zwei-Wege-Protokolle zu einigen.

Aufgrund der Microsoft / CableLabs-Vereinbarung können CableCARDs nun mit entsprechend ausgestatteten PC-Systemen verwendet werden, damit die Kunden digitale Kabel-TV-Dienste auf ihrem Heim-PC anzeigen können.

Die Politik hinter dem Abkommen
Der Grund, warum Microsoft und CableLabs so lange zustimmten, war, dass die Kabelindustrie einfach nicht glaubte, dass Media Center PCs vertrauenswürdig wären, wenn es darum ging, Videoinhalte zu schützen. Der PC ist ein relativ offenes System, das leicht durch neue Peripheriegeräte und Software "ausgerüstet" werden kann. Als das Content Scrambling System der DVD geknackt wurde, wurde die gesamte Kabelindustrie sehr nervös, ihren Inhalt für die Manipulation durch PCs zu öffnen.

Microsoft wurde aufgefordert, eine Software- und Hardwarelösung zu entwickeln, die Videoinhalte ausreichend vor Piraterie und nicht autorisierter Duplizierung schützt. Microsoft befürchtete jedoch, dass eine solche Lösung das Video-Erlebnis der Verbraucher eher umständlich und unfreundlich machen würde und damit seinem größeren Ziel, die Verbraucher dazu zu bewegen, Videos auf ihren PCs anzuschauen, entgegenzutreten.

Die Besonderheiten des Abkommens
In einem Versuch, diese beiden Spannungen auszugleichen, entwickelte Microsoft den geschützten Videoport - Ausgabeschutzmanagement (PVP-OPM) und den geschützten Videopfad - Benutzerzugänglichen Bus (PVP-UAB), eine Lösung, die dafür ausgelegt ist, das System zu schützen konform mit den Spezifikationen von CableLabs und verschlüsselt Video, wenn es den PCIe-Bus (Peripheral Component Interconnect Express) durchläuft. Diese neuen Mechanismen sind Teil von Vista, der nächsten Version von Windows.

Ein kompatibles CableLabs-System muss außerdem HDCP-Videoausgänge mit hoher Bandbreite zum Anschluss an den Monitor verwenden. HDCP und sein High Definition Multimedia Interface (HDMI) sind beide digitale Videoschnittstellen, die das Videosignal von geschützten Inhalten verschlüsseln können.

Die Auswirkungen dieser Ankündigung
Während einige Verbraucher es genießen werden, digitale Kabelinhalte über ihren Media Center-PC zur Verfügung zu stellen, werden andere von dem Rest des Pakets enttäuscht sein.

Um die Vorteile der High-Definition-Programmierung zu nutzen, werden sowohl ältere Monitore als auch neue DVI-Modelle (Digital Video Interface) nicht wie erwartet funktionieren. Wenn ein geschütztes HDTV-Programm (High Definition Television) den neuen Media Center-PC durchläuft, überprüft das PVP-OPM-System, ob HDCP oder HDMI unterstützt wird. Wenn ja, ist alles in Ordnung. Wenn nicht, wird die Auflösung des Videos von HDTV-Pegeln auf etwas reduziert, das dem normalen DVD-Level entspricht. Wenn Sie also einen gewöhnlichen analogen oder DVI-Monitor haben, egal wie groß die Auflösung ist, wird Ihr HDTV-Kanal viel unschärfer aussehen, als Sie es erwartet haben. In der Industrie wird dies manchmal als "down-rez'ing" bezeichnet.

In der Zwischenzeit gewinnt der klassische STB immer mehr an Raffinesse, und es ist nun in der Lage, vollständige Zwei-Wege-Dienste anzubieten.

Zweitens gibt es keine Garantie, dass die erste Generation von CableCARD-fähigen Media Center-PCs interaktive Zwei-Wege-Videodienste wie VOD und EPGs unterstützt. Microsoft hofft natürlich, dass eine solche Vereinbarung bis zum Erscheinen von Vista (kurz vor der Weihnachtszeit 2006) in Kraft sein wird. Wenn nicht, müssen sich die Verbraucher möglicherweise mit Einwegsystemen zufrieden geben, bis Upgrades verfügbar sind.

Drittens gibt es einen "Dorn" im Zwei-Wege-Kabel, der Microsoft Anlass zur Sorge geben könnte. CableLabs hat sich auf die Open Cable Application Platform (OCAP) für die Unterstützung von Java-Applets geeinigt, die auf das Host-Gerät heruntergeladen werden können. OCAP basiert auf einer europäischen Spezifikation namens Multimedia Home Platform (MHP) und wurde nicht von Microsoft entwickelt.

Microsoft ist auch sehr beschäftigt mit der Arbeit an Internet Protocol Television (IPTV), wobei der erste große US-Einsatz von SBC für etwa Januar 2006 geplant ist. Die IPTV-Vision von Microsoft steht in Konkurrenz zu CableLabs OCAP. Daher bleibt abzuwarten, inwieweit Microsoft OCAP in einem zwei-Wege CableCARD-fähigen Media Center-PC unterstützen wird.

Der Weg zu bidirektionalen CableCARD-fähigen PCs ist komplexer, als es sich herausstellen mag, nicht nur von Microsofts langfristigen Interessen, sondern auch von den Interessen der Kabelunternehmen. Obwohl es für viele Leser überraschend ist, ist die Unterstützung von Kabel für die CableCARD nur ein Schritt zu einer größeren Vision. Letztendlich hoffen sie, dass die CableCARD komplett verschwinden und durch herunterladbare Sicherheitssysteme ersetzt wird, was die Dinge noch interessanter machen wird.

Gary Sasaki
Spezialität: Geschäftsstrategie für digitale Technologien
Gary Sasaki findet Wachstumschancen durch einen kreativen strategischen Blick auf Märkte, Technologien und deren Wertschöpfungskette.

Zu den Themen gehören HDTV, Digitalkameras und Video, Codecs, digitale Aufzeichnungsmedien, AV-Netzwerkstandards, Erstellung und Verwaltung von Inhalten, digitales Rechtemanagement, Medienserver, Vertriebssysteme, Telematik und Mobilität.

Frühere Erfahrungen umfassen 30 Jahre bei Hewlett Packard, darunter 10 Jahre bei HP Labs als Manager für strategische Geschäftsentwicklung, der dafür verantwortlich ist, neue Milliarden-Dollar-Unternehmen zu finden und zu helfen.

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